Der Klostergarten

land_in_sicht

Vor und hinter Klostermauern gab es schon im Mittelalter spezielle Gärten. Mönche und Nonnen pflanzten darin Heilkräuter an.

Vor 600 Jahren gab es noch keine Gärten für Heilkräuter und Gewürze. Nur in den Klöstern wurden dafür Beete angelegt. Innerhalb der Klostermauern waren die Gärten gut geschützt vor Wind und Wetter. Meistens wurden mehrere Beete als Rechtecke angelegt, die von kleinen Wegen getrennt waren. So konnten die Klosterleute die Pflanzen vom Wegrand her bearbeiten. Es war genau eingeteilt, welche Kräuter in welchem Beet sind. Das machte das Säen, Jäten und Ernten einfacher. Anders als ein Ziergarten mit schönen Blumen ist so ein Kräutergarten auf den ersten Blick ziemlich karg. Zwar gibt es auch Kräuter, die blühen. Aber die meisten Pflänzchen sind eher unauffällig, grün und ohne bunte Farbenpracht. Dafür können diese Kräuter viel bewirken. Früher kannten sich vor allem Klosterfrauen gut aus mit Kräutern und ihrer Wirkung. Eine der bekanntesten Frauen für die Kräuterkunde war die heilige Hildegard von Bingen. Bis heute wird ihr Wissen über Heilkräuter bewundert und ihre Rezepte werden noch immer angewendet.

Text: Christine Weber, Foto: Augustinerkloster Erfurt